• Randow Podcast

    5. September

    Episode

    Bald ist es soweit…

    Staffel 3 COMING SOON

    Episode

    Es gibt Neuigkeiten.

    Danke!

    Episode

    Dankbarkeit ist, wie viele lebensnotwendigen Dinge, billig – und trotzdem unterbewertet. (Jorge Umberto Queneau)

    Oberkommissar Nordmann: H.K. Dewitt 

    Danke!

    Episode

    Dankbarkeit ist, wie viele lebensnotwendigen Dinge, billig – und trotzdem unterbewertet. (Jorge Umberto Queneau)

    Oberkommissar Nordmann: H.K. Dewitt 

    Bonus: Randow Backstage @NOTP

    Episode

    „Kommen Sie herein… Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen. Es gibt nichts, wovor Sie sich fürchten müssen.“ (Hugues Delorme, Boniments de M.lle Guignol – 1897)

    Song: Freiwärts von Vlimmer
    Kauft das Album! https://blackjackilluministrecords.bandcamp.com/album/llllll-lllllll

Was bisher geschah

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Einiges. Wie Sie wahrscheinlich bereits wissen, hat sich unsere benachbarte Hauptstadt vor mehr als einem Jahr offenbar in Luft aufgelöst. An ihrer Stelle blieb, nach Schätzungen einiger Wissenschaftler, ein ungeklärter “Hiatus im Zeitraum-Kontinuum”. Diese Vorkommnisse sind inzwischen in die Alltagssprache als “Das Ereignis” eingegangen.
Seitdem ist Randow das Haupttor zum sogenannten Sperrgebiet, welches im Wald beginnt, der die südliche Grenze unseres Dorfes markiert. Das Sperrgebiet wird von einer privaten Firma überwacht, deren Mitarbeiter aus unerklärlichen Gründen alle orangene Anzüge tragen (Randow, Staffel 1 – Folge 0).

Nach dem Ereignis war Randow erwartungsgemäß in aller Munde. Reporter- und Kamerateams kämpften um Interviews und Aussichtspunkte. Doch das Medieninteresse hielt, wie gewöhnlich, nur wenige Monate an. Bald zogen auch die meisten Randower fort – aus Angst vor dem, was hinter dem Wald lauert. Wir, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, sind die letzten, die geblieben sind.

Ich habe zwar keine belastbare Daten, doch ich würde annehmen, dass die meisten von uns nur deshalb geblieben sind, weil sie jemanden haben – einen Verwandten, einen Geliebten, einen guten Freund – der in der Stadt war und vom Hiatus verschlungen wurde. Ich kenne Sie nicht aber ich schätze, dass das bei Ihnen auch der Fall ist. Oder?

Das gilt sicher für den ehemaligen Fotografen Sven, der mit seiner Frau in der Stadt lebte und jetzt allein um das Sperrgebiet herum fährt. Sven schreibt uns regelmäßig Nachrichten (Randow, Staffel 1 – Folge 1). Ich mag Sven. Irgendwann hat er einen schwarzen Kegel gefunden, der ihn zu einem Fernsehstudio geführt hat, in dem die bekannte Seifenoper “Liebe in der Tiefe” gedreht wird. Jetzt wohnt er in diesem Fernsehstudio – unter anderem weil es anscheinend keinen Ausweg gibt (Randow, Staffel 1 – Folge 10).

Wie Sie wissen erzählt “Liebe in der Tiefe” die etwas konventionelle Geschichte eines U-Boots, welches aufgrund einer technischen Panne auf den Meeresboden gesunken ist. In dieser dramatischen Situation muss sich die blinde Krankenschwester Cécilia (meisterhaft von Assja Schotokalungin gespielt) vor den Avancen 20 notgeiler Matrosen verteidigen und gleichzeitig ihre Liebe für Captain Clayton verheimlichen.

“Liebe in der Tiefe” ist auch die Lieblingssendung von Ljuba, einer ehemaligen Meeresbiologin, die in einem verlassenen Plattenbau wohnt und gern mit Quallen badet. Vor wenigen Monaten hat Ljuba die Bekanntschaft einer jungen Frau namens Miriam gemacht (Randow, Staffel 1 – Folge 5). Miriams Mann und Tochter sind auch im Sperrgebiet geblieben. Seitdem geistert die junge Frau durch ein verlassenes Bürogebäude im ehemaligen Industriepark. Ach ja, Ljuba erhält hin und wieder Botschaften aus dem Inneren des Sperrgebiets.

Sie wusste zum Beispiel, dass eine junge Frau namens Claudia aus der Stadt kommen würde. Tatsächlich erschien Claudia eines Abends am Tunneleingang nahe des Waldes und wurde von den Menschen in den orangenen Anzügen ohne weitere Erklärung in Obhut genommen (Randow, Staffel 1 – Folge 8).

Wer sonst Kontakt zum Inneren des Sperrgebiets hat, ist unser Lokalpolitiker Frank Wollspinner. Bis vor kurzem war Wollspinner – Besitzer einer Tankstelle an der Hauptstraße – Anführer der fremdenfeindlichen Partei “Pro Randow”. Doch seitdem er im Traum von einem alten Arabisch sprechenden Mann namens Abdul Alhazred besucht wird (Randow, Staffel 1 – Folge 2), hat sich sein Leben geändert: Er hat den Sohn des Mannes aufgesucht – Nadir – und gemeinsam mit ihm einen Handtuchspender gefunden, der eine seltsame Botschaft aus dem Inneren des Sperrgebiets überbrachte. Die Botschaft lautet: Sie sind hier (Randow, Staffel 1 – Folge 4).

Der Handtuchspender befindet sich in einem Restaurant in den Randower Arkaden – dem neuen Einkaufszentrum im Herzen von Randow. Eigentümer des imposanten Gebäudes, welches in etwa an die Tempel von Luxor erinnert, ist der Immobilien-Mogul Uli Ferc. Über ihn weiß man nicht viel – nur, dass er möglicherweise mit der Schauspielerin Assja Schotokalungin (s. oben) liiert ist (Randow, Staffel 1 – Folge 7).

Ferc ist außerdem Geschäftsführer der lokalen Fußballmannschaft – Dynamo Randower Arkaden, früher mal Randower Krabbenspinnen – welche gänzlich aus jungen Flüchtlingen besteht. Trainer der Mannschaft ist der Kleinunternehmer Peter Peter, der täglich zehn Kilometer am Sperrgebiet entlang joggt, vorbei an…

… dem Wohnwagen, in dem seit kurzem eine junge Wissenschaftlerin mit einem schwarzen Hund wohnt. Wenig ist über sie bekannt. Ich weiß nur, dass ich sie als Kind gemeinsam mit meinem Freund Karl in einer Villa im Wald gesehen habe. Und sie hat sich seitdem kein bisschen verändert. Wie das sein kann? Keine Ahnung. Doch ich brauchte Antworten. Also bin ich zurück zur Villa im Wald gegangen (Randow, Staffel 1 – Folge 12). Und jetzt geht es weiter.

Willkommen in Randow

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Es war einmal eine Stadt 
Sie hieß nicht Gomorrha und auch nicht Sodom
Und soweit ich weiß, hieß sie auch nicht Pandaimonium.
Es war nicht die höllische Stadt Dis und Mahagonny wohl auch nicht
Es war nur eine Stadt, voller Lärm und Leut’ und Licht.

Sie war nicht besonders, hatte aber einen gewissen Flair,
Was jetzt aber egal ist, denn diese Stadt gibt es nicht mehr.
Ein Moment war sie da und im nächsten war sie weg,
An ihrer Stelle auf der Karte blieb nur ein dunkler Fleck.

Doch um diese Stadt, diese Stadt außerhalb von Zeit und Raum
Diese verlorene, verschollene Stadt, um die geht es hier kaum.
Viel mehr um ein kleines, unbedeutendes Stück Land
Das sich einst neben der großen Stadt befand.

Die Kulisse geht also auf und zeigt einen dunklen Tannenwald
An einem herbstlichen Abend, windig und kalt.
Die Figuren gehen eilig in Stellung, wie auf Kommando.
Denn gleich geht es hier los, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer
Willkommen in Randow

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